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11.10.2012

Frontal

Kleine Aufkleber erheitern in
Grinzens. Den Bürgermeister
und seinen Vize wohl weniger.

 

Oft sind es die kleinen Sprüche, die ins Schwarze Treffen. So landeten Unbekannte, die von manchen in der Gemeinde Grinzens gar als „Vandalen“ bezeichnet werden, jüngst einen erheiternden Blattschuss. Auf kleinen Aufklebern ist hier und dort in der Gemeinde des Westlichen Mittelgebirges „Wir tun was wir wollen – Charlie J. Toni B.“ zu lesen, wobei die beiden Namen mit dem Ehezeichen der zwei Ringe verbunden sind. Es ist nicht schwer zu erraten, wer damit gemeint ist. Charlie J. steht unzweifelhaft für Vizebürgermeister Karl Jansenberger, den sie in Grinzens Charlie nennen. Toni B. steht nicht minder eindeutig für Bürgermeister Anton Bucher, den sie in Grinzens Toni nennen. Dass berichtet wird, beide seien nicht unbedingt erfreut über den „Vandalenakt“, ist nachvollziehbar. Doch im Grunde genommen kann es ihnen egal sein. Vor allem, seit die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen einstellte, welche sie aufgrund eines umfangreichen und allerlei juristischen Fragwürdigkeiten im Zusammenhang mit der Gemeindeführung anführenden Papiers aufgenommen hatte. Wie ECHO berichtete, hatte der Untersuchungsausschuss der Gemeinde Grinzens die Jahresrechnung 2010 durchforstet und einen 55 Seiten starken Bericht geschrieben, in dem die Mitglieder des Ausschusses Verdachtsmomente aneinanderreihten, die von Schwarzbauten über illegale Vergaben und Umweltdelikten bis hin zu rechtswidrigen Parteienfinanzierungen reichten. Der Umstand, dass Bürgermeister Anton Bucher sein privates Handy auf die Gemeinde angemeldet hatte, die dann auch die Rechnung begleichen musste, wirkte angesichts des sonstigen vielfach „freihändig“ anmutenden Regierens des Bürgermeisters und seiner Fraktion fast schon niedlich. Vor allem, weil er die Handygeschichte damit begründete, im Gegenzug keine Parkgebühren für Fahrten zur BH oder das Landhaus in Rechnung gestellt zu haben. Der ehemalige Vorsitzende des Überprüfungsausschusses Bernhard Fischler hatte von „diktatorischen Zuständen“ gesprochen. Alles egal.
So teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck auf ECHO-Anfrage im Juni 2012 mit: „Die Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren eingestellt. Der Prüfbericht des Überprüfungsausschusses beleuchtet die Arbeit des Bürgermeisters der Gemeinde Grinzens kritisch und stellt in mehreren Fällen Umstände in den Raum, die einen Anfangsverdacht wegen Untreue, Amtsmissbrauch oder auch wegen Vergehen gegen die Umwelt begründeten. Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei und die eingeholten Stellungnahmen ergaben aber, dass die aufgezeigten Umstände teilweise als rechtlich einwandfrei zu beurteilen sind und im Übrigen ein konkreter Tatverdacht nicht weiter aufrecht zu halten ist.“ Was „teilweise rechtlich einwandfrei“ heißt, bleibt offen, doch die Gemeindeaufsicht des Landes Tirol hatte ja auch nicht „schärfer“ auf die im Bericht genannten Fragwürdigkeiten reagiert. Als einzige Reaktion auf den Bericht wurde bekannt, dass Bürgermeister Bucher geschwind den Überprüfungsausschuss neu besetzte, sodass die Gemeindeführung seither nicht mehr von der Opposition, sondern von den eigenen Listenkollegen kontrolliert wird. „Wir tun was wir wollen“ dürfte vor dem Hintergrund nur schwerlich als Vorwurf gewertet werden können.

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