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Politik
01.03.2013

Tiroler VP-Geschäftsführer Martin Malaun, 2003 Foto: Friedle

Der Ungenierte

Martin Malaun, Ex-Headquarter Geschäftsführer und jetziger Geschäftsführer der VP Tirol, wird öfter im Zusammenhang mit dem Selbstbedienungsladen der ÖVP genannt. Er und VP-Chef Günther Platter.

Malaun wird uns noch genauer beschäftigen“, sagte Peter Pilz Ende 2011 in einem ECHO-Interview, „Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen ÖVP und ‚Beratung‘, zwischen Ulmer und Malaun und einigen anderen.“ Der grüne Nationalratsabgeordnete bereitete sich damals darauf vor, im anstehenden Korruptions-Untersuchungsausschuss die dubiosen Steuergeld-Flüsse rund um die Telekom aufzuklären und den dabei involvierten Politikern wie Lobbyisten auf den Zahn zu fühlen. Auch Martin Malaun stand auf der Liste jener, die dem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen sollten. Seine Aussage wäre spannend gewesen, war der Geschäftsführer der Tiroler ÖVP doch als Chef der Werbe-Agentur Headquarter Bindeglied in einem Geschäft, das so typisch war für die Deals, denen der U-Ausschuss gewidmet wurde. Malauns Werbeagentur hatte für die Tiroler VP-Nationalratsabgeordnete Karin Hakl gearbeitet, bezahlt wurde die Agentur dafür von der Firma Valora, der Firma des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger. Der Verdacht auch hinter diesem Geldfluss: verdeckte Parteienfinanzierung der ÖVP durch die Telekom. Die Aussage Malauns hätte den Blick auch unweigerlich auf LH Günther Platter gelenkt, dessen Name so oft auftaucht im Netzwerk rund um Ernst Strasser, Hannes Rauch, Christoph Ulmer und so weiter und so schwarz. Es kam nicht dazu. Malaun musste nichts erklären, obwohl Andreas Filthaut am 15. März 2012 in der Einvernahme des BAK (Bundesamt für Korruptionsbekämpfung) Eigentümliches ausgesagt hatte. Filthaut leitet seit dem Ausscheiden Malauns und Ulmers gemeinsam mit Günther Kienpointner die Geschäfte der Agentur Headquarter, die sich seit Anfang 2012 ADpartners nennt. Zu den drei Rechnungen über insgesamt 24.000 Euro befragt, welche die Agentur Headquarter im Herbst 2008 an die Valora AG richtete, sagte Filthaut: „Ich kann keine Leistung zu diesen Rechnungen anführen. Anhand der Paraphe auf den Rechnungen war mir klar, dass es sich um Rechnungen handelt, die vom damaligen Geschäftsführer Dr. Malaun erstellt wurden [...] Die Rechnungen sind für mich de facto nicht nachvollziehbar. [...] Wenn mir auf den Rechnungen die Eingangsstempel der Valora AG gezeigt werden, wo unter Kunde – Telekom – handschriftlich vermerkt wurde, so gebe ich an, dass die Telekom noch nie Kunde und Auftraggeber unserer Agentur war.“ 

Peter Pilz sollte trotzdem Recht behalten, als er orakelte, dass Malaun uns noch genauer beschäftigen werde. Fast vergessen schienen jene Aufträge, die Platter in seiner Funktion als Innenminister seinem treuen Weggefährten erteilt hatte. Georg Willi hatte sich schon 2009 mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass Martin Malaun von Günther Platter für „PR-Beratung des Bundesministers“ zwischen Jänner 2007 und Dezember 2008 exakt 139.847 Euro verdient hatte (ECHO berichtete). Willi sagte dazu: „Das stinkt zum Himmel.“ Wie sehr allein dieses PR-Beratungs-Häppchen, gegeben vom späteren Tiroler VP-Chef Platter, genommen vom späteren VP-Geschäftsführer Malaun, zum Himmel stinkt, zeigt offensichtlich der Bundesrechnungshof nun auf. Die Wochenzeitung Falter durchforstete die noch geheimen Recherchen des Rechnungshofs, in welchen die Prüfer aufdecken, wie dreist das Innenministerium Parteifreunde mit Steuergeld versorgte („Die schwarze Geldmarie“, www.falter.at). Nachdem die Millionenflüsse aus Maria Fekters Ministerium aufgeschlüsselt wurden, heißt es im Bericht: „Fast schon läppisch mutet da die PR-Beratung für den glücklosen Bundesminister Günther Platter an. Sie kostete 140.000 Euro. ‚Fehlende Vergleichsangebote‘ und ‚Leistungsbeginn vor dem Vertrag‘ zeichnen auch diesen Fall aus. Der Berater war Martin Malaun, heute ÖVP-Geschäftsführer in Tirol, damals Werber bei Headquarter.“ Es stinkt zum Himmel. Heute wie damals.
Alexandra Keller

 

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