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24.10.2013

Alfons Parth: „Die Grünen haben eine andere Auffassung vom Leben“, Foto: Friedle

Ganz schön frech

Als Hotelier, TVB-Obmann und Nachfahre außergewöhnlicher Fremdenverkehrs-Pioniere personifiziert Alfons Parth gleichsam den als „verrückt“ wahrgenommenen Ischgler Tourismus. Im Kampf um die knappe Freizeit der Menschen hat Ischgl die Nase vorn, doch ausruhen geht nicht.

Nostalgie kann so verführerisch sein. Die Holzhütte, das Plumpsklo, die knarzenden Lederschuhe, die schafwollenen Fäustlinge und die Lodenjacke. Jedes Tiroler Bergdorf hat vergilbte, gezackt gerahmte Bilder, auf denen Augenblicke der Vergangenheit erhalten geblieben sind, Momentaufnahmen des Lebens von früher. Beim ersten Blick schon schlägt sie zu, die Nostalgie. Meuchlings. Ach, wie schön das doch war, das Leben damals, so ruhig, so einsam, so einfach. Zum zweiten Blick – der auf im Winter eiskalte Betten in der Holzhütte gerichtet ist, den von Erfrierungen bedrohten Hintern auf dem Donnerbalken, die Härte der ledernen Stiefel wie der angefrorenen Handschuhe und die Schwere eines nassen Lodenmantels – kommt es meist gar nicht mehr. Diese Realität hat keinen heimelig romantischen Reiz. Gar nicht. 

Von Ischgl gibt es sie ebenso, diese Fotodokumente, die Bilder kerniger Kerle, liftloser Berge und autoloser Straßen. Und auch im Hotel „Yscla“, dem 4-Sterne-Luxushaus, das an der Ischgler Dorfstraße nicht nur durch das übergroße Y auffällt, sondern auch durch die Seilbahn, die direkt hinter dem Haus vorbei die Gäste ins Skigebiet befördert, findet sich so eine kleine Galerie. Ein Schwarz-Weiß-Foto zeigt das Gästehaus, wie es zu Großmutters Zeiten ausgesehen hat. Stolz steht es da an der Straße nach Galtür, fast allein. Es fällt schwer, damals und heute in Verbindung zu bringen. „Ich hatte eine ganz schöne Jugend, doch wir haben damals von der Welt nicht viel mitbekommen. Es gibt für mich keine nostalgischen Momente, in denen ich mir das zurückwünsche. Das Leben damals ist nicht erstrebenswert“, sagt Alfons Parth. Er ist Obmann des Tourismusverbandes Paznaun-Ischgl und Chef des Hotel Yscla, dessen Name auf die rätoromanische Bezeichnung der Siedlung nahe dem schweizerischen Engadin zurückgeht. Parth ist gänzlich immun gegen die Verführungen vergangener Zeiten, denn er weiß, wie es war, in ihnen zu leben. Selbst wenn Parth schon Ehrenmitglied des TVB ist, gehört er mit seinen 56 Jahren noch lange nicht zu denen, deren Erinnerung die Vergangenheit weich zeichnet. So empfindet er die Art, wie manche Politiker die Rückkehr zum sanften Tourismus fordern, als Angriff – auf seine Welt und seine Intelligenz. „Die Grünen haben eine andere Auffassung vom Leben. Die kennen das Unternehmertum und die Probleme unserer Orte und Täler einfach nicht“, lenkt Parth gleich den Blick auf jene, die er als größte Kritiker sieht, „sie sind Romantiker, wenn sie ein Plumpsklo sehen und davon schwärmen. Grün ist gut und recht – doch wir können von Tourengehern nicht überleben – das geht nicht.“ 

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