Umkämpftes Seelenheil

Die weltlich wie geistig brodelnde Zeitenwende bot den perfekten Boden für Reformation, Wiedertäufer und Revolte. Bergleute und Knappen gingen gegen das Papsttum auf die Barrikaden. Am Ende wurde Tirol katholisch.

Es war die Idee des Jahrtausends: Einträglich, krisensicher und ohne die geringste Gefahr, dass jemand je sein Geld zurückverlangen würde, falls sich der Gegenwert als wertlos erweisen sollte. Keiner konnte aus dem Tod zurückkehren, keiner konnte reklamieren. Von der Warte aus betrachtet, war der Ablasshandel ein perfektes Geschäft. Und unheimlich geschickt eingefädelt. Die heilige katholische und apostolische Kirche, die seit dem 5. Jahrhundert nach Christus mit ihren Päpsten nicht nur die Stellvertreter Christi auf Erden stellte, sondern – in Personalunion – auch äußerst weltlich und machtpolitisch motivierte Fürsten, hatte das letzte Wort im Diesseits und die Lizenz für das Jenseits. Eine unschlagbare Kombination.

Längst war die Bibel um zahlreiche Lehren sowie päpstliche Bullen erweitert worden, die einerseits dazu dienten, die Macht der Kirche zu erweitern und andererseits, um den Gläubigen jenseits der zehn Gebote eine unheimliche Zahl an Regeln und Verboten zu präsentieren. Das Ziel der genialen Inszenierung, die über Priester und andere Geistliche auch in die letzten Dorfkirchen gebracht wurde, war es, den Weg vorzuzeichnen für ein möglichst angenehmes Leben nach dem Tod. 

Dass dort erst einmal das Fegefeuer wartete, war kein erheiternder Gedanke. Im Fegefeuer wurden die Seelen für‘s Jüngste Gericht gereinigt. Je mehr und je schlimmere Sünden der Gläubige begangen hatte, umso länger musste er in diesen höllischen Flammen ausharren. Die Vorstellung davon, eine Ewigkeit für seine Sünden zu brutzeln und Höllenqualen ertragen zu müssen, war im Mittelalter so real wie die Angst davor. In der Endzeitstimmung des 15. Jahrhunderts und dem allgemeinen Erwarten des Weltuntergangs stieg diese Angst ins Unermessliche. Die Apokalypse im Nacken, den osmanischen Sieg über Konstantinopel noch nicht verdaut und aufgerieben zwischen alten Mythen und neuen Denkmöglichkeiten, zeigte sich die Christenheit hochgradig verunsichert. Doch, es gab Hoffnung. Nein, Rettung sogar. Denn der Papst hatte die Macht, die Höllenqualen des Fegefeuers zu verringern. Der sogenannte „Gnadenschatz“, den Jesus Christus durch seine guten Taten angehäuft hatte und der, in kleinen Zuwendungen verteilt, Sündern bei der Sühne im Fegefeuer helfen konnte, wurde von der Kirche verwaltet. Der Papst war Schatzmeister und er verteilte die erlösenden Erleichterungen nicht großzügig oder umsonst. Nein, er ließ sie sich teuer bezahlen und die Käufer bekamen einen Ablassbrief dafür. Diese Quelle des Reichtums vieler Päpste hatte sich im 11. Jahrhundert aufgetan und bewährt. Die Sünder waren erleichtert um die Möglichkeit, sich durch Geld eine Verringerung der Fegefeuer-Strafe erkaufen zu können und rasch setzte sich vor allem bei Wohlhabenden die Überzeugung durch, dass sie sich mit Geld vor den jenseitigen Folgen jeder diesseitigen Straftat freikaufen konnten. Je nach Stand und Einkommen waren die Preise für den Sündenablass verschieden. Wer gar nichts hatte, musste beten und fasten, was wiederum aufgrund des flächendeckenden Hungers nicht allzu schwerfiel.

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“, war etwa der Leitspruch des Dominikaners Johannes Tetzel, der sich im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts als wahrer Meister des Ablasses erwies. Die Kirche brauchte Geld. Die Päpste verprassten es. Medici-Papst Leo X. (1475–1521) stellte sich dabei als besonders einfallsreich heraus. Frei nach dem Spruch seines Papsttums, „Da Gott Uns das Pontifikat verliehen hat, so lasst es Uns genießen“, schöpfte er aus dem Vollen, ließ Künstler in Scharen für sich arbeiten und initiierte nebenbei den gigantischsten Bau dieser Zeit. Der Petersdom war aus finanzieller Sicht ein Fass ohne Boden, doch Pius konnte mit dem Ablasshandel das Geld nach Belieben sprudeln lassen. Und er tat es auch. Leo X. war überzeugt, dass Rom Oberhaupt der Kirche sei. Caput mundi – das Haupt der Welt. Ewig und unanfechtbar.

Doch dann kam Martin Luther. Allein die drei Prinzipien seiner Reformations-Lehre waren dazu angetan, das Haupt der Welt, wenn nicht gänzlich zu köpfen, so doch zurechtzurücken. Während die Kirche sich das alleinige Recht zugestand, die Bibel auszulegen und in gut portionierten wie eigenmächtig erweiterten Häppchen über ihre Priester ins Volk zu bringen, sagte Luther: „Sola scriptura“ – allein die Heilige Schrift offenbart das Wort Gottes und nicht die Schriften der Theologen. Sein zweiter Grundsatz lautete: „Sola gratia“ – nur die Gnade­ Gottes kann den Menschen retten. Mit dem dritten Prinzip, „Sola fide“, stellte er klar, dass die Gnade Gottes allein durch den Glauben erlangt werden kann. Nicht durch den Kauf eines Ablassbriefes. Nicht durch ein teures Stück Papier.

Dass ein Mönch, den biblische Wut über die Missstände und die Arroganz der Amtskirche antrieb, selbige derart ins Wanken bringen konnte, dass das christliche Europa bald mit Unruhen, Kriegen und Aufständen übersät wurde, lag nicht allein in der Kraft seiner Worte. Auch nicht allein an Leo X., der dem Papsttum zu Beginn der Neuzeit eine derart dekadente Note verlieh. Nein, die Unruhe, der Luther ein Ventil verlieh, hatte sich bereits über viele Jahrzehnte angestaut. Schon Leos Vorgänger hatten sich derart in die Politik Europas wie Italiens verstrickt, dabei die sogenannte Dezenz (Zurückhaltung, Schicklichkeit, Anstand) missachtet und sich so weit davon entfernt, den Gläubigen Antworten auf brennende Fragen zu liefern, dass die immer lauter werdenden Forderungen nach Reform in Rom auf taube Ohren stießen. 

Der englische Theologe und Kirchenreformer John Wyclif war es, der Ende des 14. Jahrhunderts versuchte, den Papst auf den rechten bzw. demütigen Weg zurückzubringen. Jan Hus musste seinen Kampf gegen die Verweltlichung der Kirche 1415 mit dem Feuertod bezahlen. Es brodelte. Martin Luther war anfangs noch nicht so radikal, den Papst als Antichristen zu bezeichnen, er strebte ursprünglich auch keine Kirchenspaltung an. Seine kritischen Worte konnten dies verursachen, weil er sich des 1450 erfundenen Buchdrucks bediente, um seine Ansichten, Thesen und Schriften unters Volk zu bringen. So erst, mit vervielfältigten Flugschriften, konnten sich Luthers Lehren über Wittenberg oder Sachsen hinaus wie Lauffeuer verbreiten, die Massen erfassen und das Papsttum nervös machen. 

Die Zahl jener, die des Lesens mächtig waren, stieg in den Städten mit ihrem aufstrebenden, gebildeten Bürgertum bald auf über zehn Prozent an. Mundpropaganda war notwendig, um den Rest zu erreichen. Bald waren viele Prediger unterwegs, um Luthers Worte zu verbreiten. Und in Tirol, wo sich mit den Bergleuten und Knappen eine selbstbewusste, starke Gemeinschaft gebildet hatte, wurden deren Worte mit großem Durst aufgesogen.

Die Silberstadt Schwaz bot mit rund 20.000 Einwohnern (1520) einen fruchtbaren Boden für die Samen der Reformation. Nicht wenige Bergleute waren aus den bekannten Bergbaugebieten Thüringen und Sachsen nach Tirol gekommen. Auch Luther selbst stammte aus einer Bergbau-Familie. Sein Vater hatte es im Kupferbergbau bis zum Minenpächter gebracht. Hier wie dort hatten sich die Knappen Rechte erkämpft, die es den Obrigkeiten extrem schwer machten, sie zu ignorieren oder ihre Anliegen zu unterdrücken. 

In Schwaz nun fiel beispielsweise der Erzknappe Wolfgang Zierer auf, der selbst lutherische Flugschriften verfasste und somit die Lehre verbreitete. Um das Jahr 1526 zog ein Prediger namens Herr Balthasar die Mengen an, doch als wohl berühmtester Vertreter der reformatorischen Lehre ging Jakob Strauß in die Geschichte des Landes ein. Der evangelische Theologe und Reformator war 1480 in Basel geboren worden, hatte in Freiburg im Breisgau studiert und dort den Grad eines Doktors der Theologie erworben. Um 1521 trat er als evangelischer Prediger in Berchtesgaden auf und kam im selben Jahr noch nach Tirol. 

In Hall und Schwaz zogen seine Predigten Tausende an. Sein stürmisches Wesen verhalf dem verbalen Kampf gegen die Missbräuche in der kirchlichen Praxis zu enormem Nachdruck. Mit populistischem Geschick erreichte Strauß, dass die Kirchen, in denen er predigte, rasch zu klein wurden für die begeisterte lutherische Fangemeinde. 

Um der rasenden Ausbreitung der Lehre etwas entgegenzusetzen, wurden die Franziskanermönche aus Schwaz ins Rennen geschickt. Sie hatten zwar das rhetorische Rüstzeug dazu, konnten die Stimmung jedoch nicht ins Gegenteil umkehren. War ja auch nicht ganz einfach, die allgemein bekannte Protzsucht des Papstes mit theologischen Ausführungen zu verteidigen und die frisch gewitterte Freiheit der Gläubigen mit altbekannten Fesseln zu zügeln. 

Aus dem 1516 in St. Martin errichteten Kloster der Augustinerinnen flohen im Jahr 1525 beispielsweise – bis auf zwei – alle Nonnen in die Arme der lutherischen Lehre. Der alte Glaube war gefährdet wie nie zuvor. Wäre es aber nur um den Glauben gegangen, wäre der Gegenschlag nie und nimmer so brutal ausgefallen. Da das Papsttum so eng verwoben war mit den europäischen Herrscherhäusern und eben diese gerade mit aufständischen Bauern beschäftigt waren, deren Sache sie durch die reformatorische Lehre unterstützt sahen, war bald klar, dass der Kampf gegen die Reformation ein Kampf für den Systemerhalt werden würde. Wer schon den Papst anzweifelte, konnte bald auch den König anzweifeln oder den Fürsten. 

Dass Jakob Strauß mächtige Feinde bekommen musste, war so logisch wie das Amen im Gebet. Der Tiroler Klerus war komplett überfordert mit der Wirkung des stimmgewaltigen Reformators. Der Bischof von Brixen, zu dessen Diözese Hall gehörte, drängte die Regierung in Innsbruck, endlich etwas gegen Strauß zu unternehmen. Anfangs ließ sie ihn jedoch gewähren, auch weil der Haller Rat sich vehement für Strauß einsetzte. Als die landesfürstliche Regierung aber befürchten musste, dass sich Kaiser Karl V. um die Sache kümmern würde, gaben sie dem Drängen des Bischofs nach. Am 4. Mai 1522 hielt Strauß seine letzte Predigt in Hall und verließ kurz danach Tirol in Richtung Sachsen. Strauß sollte aber nicht locker lassen. Er schaffte die Messe ab, bekämpfte die Lehre vom Fegefeuer, trat für die Priesterehe ein, wetterte gegen Zins wie Wucher und konnte nichts mit dem Vorwurf anfangen, den Bauern Argumente für deren Kampf geliefert zu haben. Die Bauern hatten Luthers These von der „Freiheit eines Christenmenschen“ nämlich für sich interpretiert und wörtlich genommen.

Es ist Kaffeesudleserei, doch spannend bleibt sie doch, die Frage, wie sich die europäische Geschichte wohl entwickelt hätte, wenn sich die Reformation mit den aufständischen Bauern verbündet hätte. In der hungernden und von Steuer- wie Fronlasten gebeugten Landbevölkerung waren die klaren, von Schnörkeln befreiten und den Gläubigen eine persönliche Verantwortung für‘s Seelenheil eröffnenden reformatorischen Lehren bestens angekommen. Nachdem Luther jedoch offen gegen die Bauern Partei ergriffen und diese zum Gehorsam gegenüber der Obrigkeit aufgefordert hatte, wandten sich die Bauern von ihm ab und suchten ihr Heil anderswo. Einerseits in den blutigen Kämpfen gegen die Grundherren, die im Jahr 1525 ihren Höhepunkt erreichen sollten. Andererseits bei Predigern, die die Bauern nicht – wie Luther – als „räuberische und mörderische Rotten“ bezeichneten. 

Die Wiedertäuferbewegung Jakob Huters war eine Tiroler Alternative. Der um 1500 in St. Lorenzen bei Bruneck im Pustertal geborene Huter hatte in Prag das Hutmacherhandwerk erlernt und siedelte sich daraufhin in Kärnten an, wo er wohl erstmals mit dem Täufertum in Berührung kam. Die Täufer waren radikale Reformatoren, wurden auch „der linke Flügel der Reformation“ genannt und zeichneten sich dadurch aus, dass sie die Trennung von Kirche und Staat forderten, die wortgetreue Auslegung der Schrift und Glaubensfreiheit sowieso. Sie strebten Gütergemeinschaften an, lehnten damit persönlichen Besitz ab, forderten Gewaltfreiheit und wurden die Vorgänger der Quäker oder der Amischen. Nachdem sich Jakob Huter wieder im Pustertal niedergelassen und dort ein paar Täufer-Gemeinden errichtet hatte, setzte rasch die Verfolgung ein, die mit Gewaltfreiheit so gar nichts zu tun hatte. Ferdinand I. forderte seine Innsbrucker Behörden auf, „solchem angezündeten Feuer“ mit aller Entschiedenheit zu begegnen. Derartige „verführerische Lehren und ketzerische Sekten“ seien keinesfalls zu dulden. In seiner „Ofener Ordnung“, die er 1527 verfasste, leitete Ferdinand die Hatz gegen die Reformatoren und im Speziellen gegen die Täufer ein. 1529 zählte die Bewegung in ganz Tirol rund 20.000 Anhänger, 800 davon allein in Schwaz und der Tiroler Landesfürst ordnete an, sie „mit dem Feuer, Schwerdt oder dergleichen“ zu töten. Zwischen 400 und 600 Anhänger Huters wurden hingerichtet, rund 6000 flohen nach Mähren, wo sie ihren Glauben leben durften. Auch Jakob Huter, doch kehrte der nach Tirol zurück, wurde im November 1535 in Klausen verhaftet, widerrief seinen Glauben nicht, nannte trotz hochnotpeinlicher Verhörmethoden keine Namen anderer Täufer und wurde am 25. Februar 1535 auf dem Scheiterhaufen vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck hingerichtet. 

Derweil hatten auch die anderen Reformatoren in Tirol Rückschläge hinnehmen müssen. Die Schwazer Knappen waren 1523 nach Hall gezogen, um die Duldung der lutherischen Predigten zu erpressen. Neben Jakob Strauß hatte sich Georg Hörmann, der einflussreiche Vertreter der mächtigen Fugger, als glühender Reformator hervorgetan und dazu beigetragen, die Reformation zu verbreiten. 1525, als in Südtirol die Bauern unter der Führung des Bergbeamten Michael Gaismayr auf die Barrikaden gingen, formierten sich auch die Knappen erneut. Nicht nur, um Glaubensfreiheit zu erwirken, sondern auch, um die immer mieser werdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen in Schwaz zu verbessern. Der Landesfürst war in der Zange, musste er doch befürchten, dass die beiden aufrührerischen Bewegungen gemeinsame Sache machen und seine Herrschaft ins Wanken bringen würden. Gaismayr hatte unter anderem die Enteignung der Bergwerks- und Schmelzhüttenbesitzer gefordert. Eine gefährliche Situation. Ferdinand reagierte frei nach dem römischen Satz „Divide et impera“ – Teile und herrsche. Er machte den Knappen einige Zugeständnisse, wodurch er dieser Front das Feuer nehmen konnte. Auch der von den Bauern erzwungene Landtag endete mit einem Kompromiss. Die Forderungen nach der freien Wahl des Glaubens oder der Wahl der Pfarrer durch das Volk, sollte auf beiden Seiten jedoch ein frommer Wunsch bleiben. Ferdinand I. war entschlossen, die reformatorischen Bewegungen auszulöschen. Von ihm war kein Entgegenkommen zu erwarten.

Darin war er sich mit seinem Bruder Karl V. einig, unter dessen Ägide die Reichsacht über Luther verhängt worden war und der 1547 aus dem Schmalkaldischen Krieg, in dem protestantische gegen altgläubige Fürstentümer und Reichsstädte kämpften, als Sieger hervorging. Die Truppen der protestantischen Fürsten waren dabei bis Innsbruck vorgedrungen und Karl musste sich im Zuge dessen über den Brenner retten. Der Niederlage zum Trotz begehrten die Protestanten weiter auf, sodass sich der Kaiser genötigt sah, 1555 dem Augsburger Religionsfrieden zuzustimmen, laut dem der Fürst eines Landes berechtigt wurde, die Religion seiner Untertanen zu bestimmen (Cuius regio, eius religio). Damit wurde die Idee des universalen christlichen Kaisertums endgültig begraben. 

Tirol blieb katholisch und die bald mit voller Härte einsetzende Gegenreformation erstickte mehr und mehr die reformatorischen Ideen sowie ihre Anhängerschaft. Unter Federführung der Jesuiten, die sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Innsbruck und Schwaz ansiedelten, sollte „den Ketzern“ das Fürchten gelehrt werden.  Papst Pius V. verbot den Ablasshandel im Jahr 1567 und verfügte drei Jahre später die Exkommunikation für jeden, der mit dem Sünden­ablass Handel treiben wollte. Diese Bestimmung blieb bis 1983 aufrecht. Das Fegefeuer gibt es noch. In diesem Zusammenhang konnte sich die katholische Kirche im Jahr 2007 lediglich dazu durchringen, zu bestimmen, dass Kindern, die ohne Taufe sterben, diese Pein erspart bleibe. Die nachhaltige Schlagkraft der katholischen Gegenreformation in Tirol kann möglicherweise daran abgelesen werden, dass sich im Jahr 2001 mit über 560.000 Menschen 83,6 Prozent der Landesbevölkerung zum römisch-katholischen und nur knapp 16.000 (2,4 Prozent) zum evangelischen Glauben bekannten.  Alexandra Keller

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